Beratungshilfe

Beratungshilfe auch bei Stalking / Anträge nach dem Gewaltschutzgesetz

Durch die Beratungshilfe soll es Bürgern mit geringen Einkommen ermöglicht werden, sich zunächst außerhalb eines gerichtlichen Verfahren beraten und soweit erforderlich vertreten zu lassen. Für ein nachfolgendes gerichtliches Verfahren muss gesondert Verfahrenskostenhilfe bzw. Prozesskostenhilfe beantragt werden.

Wird Beratungshilfe durch einen Rechtsanwalt gewährt, ist eine Gebühr von
10,00 EUR zu zahlen. Diese kann allerdings auch erlassen werden.

Beratungshilfe kann durch den Rechtsanwalt nachträglich beantragt werden.
Bei diesem Weg besteht immer die Gefahr, dass durch das Gericht Beratungshilfe verweigert wird, dann müssen die gesetzlichen Gebühren durch den Rechtsuchenden selbst getragen werden

Beratungshilfe kann auch vor Beauftragung des Rechtsanwaltes direkt bei dem Gericht ( Rechtsantragstelle ) am Erstwohnsitz des Rechtsuchenden beantragt werden. Es wird geraten diesen Weg zu nutzen, da dann alle Beteiligten im Besitz einer bindenden Entscheidung ( Berechtigungsschein ) sind.

Folgendes muss bei Antragstellung (vollständig und aktuell) vorliegen:
  • Genaue Schilderung  der Angelegenheit, für die Beratungshilfe beantragt wird. Falls dies vorliegt ( Schriftstücke, SMS, E-mails )
  • Belege über laufendes Einkommen (Lohnabrechnungen, Renten- oder sonstige Bescheide)
  • Zahlungsbelege/Kontoauszüge zu laufenden Ausgaben (Miete, Nebenkosten, Strom,  Versicherungen, Ratenzahlungsverpflichtungen, ggfls Unterhaltszahlungen .)
  • Unterlagen, aus denen sich der Wert vorhandener Vermögenswerte ergibt (Sparbuch, Lebensversicherung )
  • Personalausweis oder Reisepass